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ISOBUS nachrüsten: Nachrüstsatz, Kabelbaum, Anleitung

ISOBUS nachrüsten: drei Nachrüstsätze im Vergleich, Kabelbaum für Traktor und Anbaugerät, Eigenbau oder Relaismodul, Einbau Schritt für Schritt.

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Kurz gesagt: Nachgerüstet wird meistens das Anbaugerät, nicht der Traktor. Ein ISOBUS-Relaismodul wie der ISOBUS Block sitzt in einem witterungsgeschützten Gehäuse am Gerät und hängt mit einem Kabel an der ISOBUS-Steckdose des Traktors. Arbeitsscheinwerfer, Spuranreißer und Magnetventile lassen sich dann vom Terminal schalten und, wenn der Traktor AUX-N kann, auch von Joystick und Armlehne.

Sie wollen an Ihrer alten Sämaschine die Arbeitsscheinwerfer, die Spuranreißer und ein paar Magnetventile von der Kabine aus schalten, ohne einen Kabelbaum quer durchs Fenster zu ziehen. Darum geht es meistens, wenn jemand ISOBUS nachrüsten will: Die Funktionen des Anbaugeräts sollen auf das Terminal, das im Traktor schon verbaut ist.

Unten finden Sie die Nachrüstsätze im Vergleich, die Arbeit am Kabelbaum, den Einbau am Anbaugerät und die Grenzen. Vorweg das Wichtigste: Nachgerüstet wird in den meisten Fällen das Anbaugerät, nicht der Traktor.

Was "ISOBUS nachrüsten" wirklich bedeutet

Wer ISOBUS nachrüsten will, denkt zuerst an den Traktor. In der Praxis ist es meist umgekehrt. Ein ISOBUS-Traktor bringt schon alles mit: ein Virtual Terminal (das Display in der Kabine) und eine ISOBUS-Steckdose am Heck. Was fehlt, sitzt am Anbaugerät. Die Sämaschine, die Feldspritze oder der Anhänger hat keine Elektronik, die mit dem Traktor spricht. Was das im Alltag unterscheidet, zeigt der Vergleich ISOBUS oder nicht-ISOBUS.

Die 9-polige Heck-ISOBUS-Steckdose eines grünen Fendt-Traktors an einer Halterung, mit geöffneter Staubkappe und eingestecktem Kabel im Wellrohr, daneben Hydraulikkupplungen und eine 7-polige Beleuchtungssteckdose

Hier setzt die Nachrüstung an: Sie bauen an das Anbaugerät ein Relaismodul, das ISOBUS spricht. Gemeint ist ein Ausgangsmodul, das Verbraucher über ISOBUS schaltet, nicht das Lastrelais in der ISOBUS-Grundausrüstung des Traktors, das die Hecksteckdose bei Zündung aus vom Bordnetz trennt. Das ISOBUS Block ist so ein 8-Kanal-Relaismodul:

  • Es sitzt am Anbaugerät in einem witterungsgeschützten Gehäuse, das Sie selbst stellen. Das Hutschienengehäuse des Moduls ist IP20 und nur für innen gedacht.
  • Ein Kabel führt zur ISOBUS-Steckdose des Traktors.
  • Die Funktionen des Anbaugeräts erscheinen als Tasten auf dem Virtual Terminal, mit den Namen und Symbolen, die Sie vergeben.

Von da an schalten Sie bis zu acht Ausgänge (CH1 bis CH8) vom Traktordisplay aus. Kann Ihr Traktor AUX-N, legen Sie die Kanäle zusätzlich auf Tasten am Joystick und an der Armlehne. Über ein Kabel zum Traktor schalten Sie acht Verbraucher, ohne zweites Display und ohne zusätzliche Software.

ISOBUS Nachrüstsatz: die Optionen im Vergleich

Unter "ISOBUS Nachrüstsatz" wird Verschiedenes verkauft. Drei Wege begegnen einem Landwirt in der Praxis, und sie lösen unterschiedliche Probleme:

Was wird nachgerüstetWas Sie danach könnenWas Sie selbst verdrahtenWo die Grenze liegt
Universalterminal für einen Traktor ohne ISOBUSDer Traktor: Terminal in der Kabine, Kabelbaum, ISOBUS-Steckdose am HeckISOBUS-Anbaugeräte anschließen und über das Terminal bedienenIn der Regel nichts. Den Einbau macht meist die WerkstattEin Anbaugerät ohne eigene ISOBUS-Elektronik bleibt auch am neuen Terminal stumm
Relaismodul am Anbaugerät (ISOBUS Block)Das Anbaugerät: ein 8-Kanal-RelaismodulVentile, Arbeitsscheinwerfer, Motoren und andere Verbraucher vom Terminal und per AUX-N von Joystick-Tasten schaltenDie Verbraucher an die Relaisklemmen und das Kabel zur ISOBUS-SteckdoseNur Schaltfunktionen. Kein Task Controller, keine kartengesteuerte Teilbreitenschaltung
OEM-Nachrüstung durch den GeräteherstellerDas Anbaugerät: eigenes Steuergerät (ECU) mit herstellereigenen BildschirmenDen vollen Funktionsumfang, den der Hersteller für diese Maschine vorsiehtNichts. Der Hersteller oder Händler baut einNur für Maschinen, für die der Hersteller einen Nachrüstsatz anbietet

Wer auch eine Schaltbox oder eine Relaisbox im Eigenbau abwägt, findet die drei Wege nebeneinander im Vergleich der Alternativen zum ISOBUS Block.

Die drei Wege schließen sich nicht aus. Ein nachgerüstetes Universalterminal arbeitet als Virtual Terminal. Hängt daran ein Anbaugerät mit Relaismodul, erscheinen dessen Tasten auf diesem Terminal wie auf jedem anderen VT.

Für die meisten älteren Anbaugeräte ohne Elektronik ist das Relaismodul der kürzeste Weg. Wie die Bedienung am Terminal dann aussieht, beschreibt die ISOBUS Anbaugerät-Steuerung.

Fendt, John Deere, Deutz: spielt die Marke eine Rolle?

Für den Anschluss nicht. Der ISOBUS-Stecker ist nach ISO 11783 genormt. Die Steckdose an einem Fendt sieht genauso aus wie an einem John Deere, Deutz-Fahr, Case IH, New Holland, CLAAS, Valtra oder Massey Ferguson: derselbe 9-polige Rundsteckverbinder. Eine Nachrüstung, die an einem ISOBUS-Traktor funktioniert, funktioniert an jedem. Es gibt keine Fendt-Version und keine John-Deere-Version des ISOBUS Block, und einen auf Ihre Marke abgestimmten Nachrüstsatz braucht es auch nicht.

Was sich unterscheidet, sind das Terminal und der Weg ins AUX-N-Menü. Fendt nutzt Variotronic, John Deere GreenStar und CommandCenter, CLAAS CEBIS, CNH das AFS-System, Massey Ferguson Datatronic, Deutz-Fahr iMonitor. Bei einigen älteren John-Deere-Modellen ist ISOBUS verbaut, aber nicht freigeschaltet. Das erledigt der Händler.

Entscheidend ist also, ob der Traktor überhaupt ISOBUS hat.

Was der Nachrüstsatz am Anbaugerät bringt

Am Anbaugerät schaltet das Modul Relais. Die Relais schalten Strom zu Magnetventilen, Arbeitsscheinwerfern, Rundumleuchten oder anderen 12/24-V-Verbrauchern, bis 10 A pro Kanal. Jede Taste lässt sich als TOG (Ein/Aus, rastet) oder MOM (nur solange gedrückt) einstellen. Typische Beispiele:

Das Modul ersetzt nur die Steuerseite. Es schaltet das Relais, das Relais schaltet das Magnetventil, und ab da arbeitet Ihre Hydraulik wie bisher. Schläuche, Zylinder und Öl bleiben, wie sie sind. Sie schalten das Ventil nur vom Display oder Joystick statt vom Kippschalter am Anbaugerät.

Jede Taste bekommt am Terminal einen eigenen Namen und ein eigenes Symbol. So heißt die Taste für CH3 eben UMSCHALT mit Ventilsymbol, und genau das steht auch im AUX-N-Menü, wenn Sie sie auf eine Joystick-Taste legen. Insgesamt meldet das 8-Kanal-Modul 18 AUX-N-Funktionen, darunter STOP.

Was Ihr Traktor mitbringen muss

Damit das Nachrüsten am Anbaugerät funktioniert, braucht der Traktor zwei Dinge:

  1. Ein Virtual Terminal, also ein ISOBUS-fähiges Display in der Kabine.
  2. Eine ISOBUS-Steckdose: am Heck, bei Frontanbau auch vorne, für die Montage in der Kabine die InCab-Steckdose.

Die meisten Traktoren der Mittelklasse und darüber, gebaut ab etwa 2010, haben beides serienmäßig. Bei einigen Modellen muss ISOBUS beim Händler freigeschaltet werden, auch wenn die Steckdose schon da ist.

Kurze Checkliste vor dem Kauf:

  • Sitzt am Heck ein 9-poliger Rundsteckverbinder, meist unter einer Schutzkappe? Dann wahrscheinlich ISOBUS.
  • Zeigt das Terminal ein ISOBUS-Menü oder eine ISOBUS-Diagnose? Der zuverlässigste Hinweis.
  • Gibt es im Terminal einen Menüpunkt für die AUX-N-Belegung? Dann legen Sie die Kanäle auf Joystick- oder Armlehnentasten. Wenn nicht, funktioniert das Modul trotzdem, nur über die Softkeys am Display.
  • Steht im Datenblatt "ISOBUS optional"? Dann beim Händler nach der Freischaltung fragen.

Ob Ihr Traktor AUX-N kann und welche Version sein Terminal spricht, klärt der ISOBUS Kompatibilitäts-Leitfaden.

Die Grenze: Hat Ihr Traktor gar kein ISOBUS, keine Steckdose und kein Terminal, dann fügt das ISOBUS Block ihm keins hinzu. Das Modul nutzt das ISOBUS des Traktors, es bringt keins mit. Dafür gibt es den ersten Weg aus der Tabelle oben: ein Universalterminal, eingebaut von der Werkstatt.

ISOBUS-Grundausrüstung: was dazugehört

"ISOBUS-Grundausrüstung" heißt im Handel der Nachrüstsatz für die Verkabelung eines Traktors ohne ISOBUS. Dazu gehören:

  • die Heck-Steckdose mit abgesicherter Leistungsversorgung von der Batterie,
  • die InCab-Steckdose in der Kabine,
  • das Kabel zwischen beiden,
  • Halter und Befestigungsteile.

Das Terminal gehört nicht dazu, es ist ein eigener Posten. Ein Traktor mit Grundausrüstung, aber ohne Terminal, hat Steckdosen, an denen nichts angezeigt wird. Er braucht noch ein Nachrüstterminal oder ein Traktordisplay mit UT-Funktion (Universal Terminal, ein anderer Name für das Virtual Terminal). Welche Terminals es gibt, steht in den ISOBUS-Terminallösungen.

Für das ISOBUS Block gilt dasselbe wie für jedes ISOBUS-Anbaugerät: Es braucht die Steckdose und ein Terminal. Erst mit Grundausrüstung und Terminal ist der Traktor bereit. Den Einbau der Grundausrüstung macht meist die Werkstatt, weil Kabel durch die Kabine bis zur Batterie verlegt werden.

Kabelbaum nachrüsten: Traktorseite und Geräteseite

"ISOBUS Kabelbaum nachrüsten" heißt bei dieser Nachrüstung zwei verschiedene Dinge.

Die Traktorseite ist genormt. Beide ISOBUS-Steckdosen sind 9-polige Steckverbinder nach ISO 11783-2, an allen Marken dieselben. An der InCab-Steckdose nutzt das Modul vier Pins: 2 = CAN_L, 4 = CAN_H, 7 = BAT+ (7-36 V), 9 = GND. Die Verbraucher speisen Sie hier aus einer eigenen, abgesicherten 12- oder 24-V-Quelle. An der Heck- oder Frontsteckdose sind es sechs Pins: die vier für Modul und CAN, dazu Pin 3 mit der vom Traktor mit 60 A abgesicherten Versorgung für die COM-Sammelschiene und Pin 1 als Masse für die Verbraucher. Die komplette Belegung beider Steckdosen steht in der ISOBUS Stecker Pinbelegung, Steckertypen und Bezugsquellen im ISOBUS Stecker Kaufratgeber.

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CAN HCAN L+VGND60 A load path

Für diese Seite gibt es zwei optionale Steckersets. Bei beiden liegen die Kontakte lose bei, Sie crimpen sie selbst auf Ihr Kabel:

SteckersetWas drin ist
Steckerset für die Kabine9-poliger Stecker für die InCab-Steckdose (TE 206708-1), Kabelschelle, neun lose Kontakte für 18-16 AWG, Pinbelegung und Crimpanleitung. Dazu brauchen Sie eine Crimpzange für 18-16 AWG.
Steckerset für außenGenormter ISOBUS-Stecker nach ISO 11783-2 (Amphenol AHDP06-24-91S-BS1-K06S) für Kabel mit 14 bis 18 mm Durchmesser, Kontakte lose, Pinbelegung und Crimpanleitung. Gesteckt dicht nach IP67.

Einen fertigen Kabelbaum gibt es nicht. Die Leitungslänge auf einem Ladewagen ist eine andere als auf einer Feldspritze. Aktuelle Preise für Modul und Steckersets stehen auf der ISOBUS Block Produktseite.

Die Geräteseite ist Ihre eigene Verdrahtung. Von den Relaisklemmen des Moduls laufen Ihre Leitungen zu den Verbrauchern. Pro Kanal gibt es drei Klemmen: COM (Versorgung), NO (geschlossen, wenn der Kanal aktiv ist), NC (Ruhekontakt). Der übliche Weg: Versorgung auf COM, NO auf den Verbraucher, Verbraucher gegen Masse. Den Querschnitt legen Sie nach dem Strom des Verbrauchers aus, bis 10 A pro Kanal.

Wo das Modul montiert wird: Kabine oder Anbaugerät

Beide Varianten funktionieren. Sie unterscheiden sich darin, wo die langen Leitungen laufen.

In der Kabine. Das Modul sitzt auf einer Hutschiene, ein kurzes ISOBUS-Kabel führt zur InCab-Steckdose. Die Leitungen von den Relaisklemmen laufen dorthin, wo die Verbraucher sind. Das passt für Zusatzausgänge am Traktor selbst: Arbeitsscheinwerfer auf dem Dach, eine Rundumleuchte, Magnetventile an einem fest angebauten Gerät. Das IP20-Gehäuse reicht, weil das Modul im Trockenen bleibt.

Am Anbaugerät. Das Modul sitzt in einem eigenen IP65-Gehäuse am Rahmen, ein Kabel führt zur Heck- oder Frontsteckdose. Die Leitungen zu den Verbrauchern bleiben kurz. Namen, Symbole und Modi der Tasten wandern mit dem Modul. An einem anderen Traktor ist alles wieder da, nur die AUX-N-Zuweisung legen Sie im Menü dieses Traktors einmal neu an.

Für Anbaugeräte, die Sie oft wechseln (Ladewagen, Sämaschine, Feldspritze), ist die Montage am Anbaugerät fast immer die bessere Wahl.

Ein Nachrüstsatz Schritt für Schritt

Am Beispiel eines Pöttinger-Ladewagens ohne eigene ISOBUS-Elektronik, acht Funktionen auf acht Kanälen. Der Ablauf passt auf jedes vergleichbare Anbaugerät.

  1. Modul ins Gehäuse setzen. IP65-Gehäuse mit Hutschiene, Modul einclipsen oder durch die vier Eckbohrungen schrauben, Kabelverschraubungen setzen. Das Gehäuse an einem festen Rahmenprofil anschrauben, nicht an bewegten Blechteilen.
  2. Verbraucher an die Relaisklemmen verdrahten. Pro Kanal: Versorgung auf COM, NO auf den Verbraucher, Verbraucher gegen Masse. Aderendhülsen crimpen, Leitungen beschriften.
  3. ISOBUS-Kabel verlegen. Vom Gehäuse zum Traktorheck, nicht über bewegliche Gelenke, mit genug Reserve für Kurvenfahrt.
  4. Stecker crimpen. Die sechs benötigten Kontakte aus dem Steckerset für außen crimpen, nach Pinbelegung in den Stecker setzen, Kabelschelle festziehen. Ein kurzer Zugtest an jedem Kontakt erspart die Fehlersuche im Feld.
  5. Einstecken und Zündung an. Das Modul startet und erscheint am Virtual Terminal mit acht Tasten, BTN 1 bis BTN 8.
  6. Tasten am Terminal belegen. EDIT (Zahnradsymbol) drücken, die Tasten werden blau. Taste antippen, Namen (bis 8 Zeichen) und Symbol setzen, einen oder mehrere Kanäle zuweisen, TOG oder MOM wählen. Bearbeitungsmodus verlassen, fertig.
  7. AUX-N zuweisen (optional). Im AUX-N-Menü des Traktors erscheinen die Namen, die Sie gerade vergeben haben. Legen Sie jede Funktion auf die passende Joystick- oder Armlehnentaste. Der Traktor speichert die Zuweisung.

Danach ist das Anbaugerät einsatzbereit. Sollen Stecker, Kabellängen und Tastennamen schon vor der Lieferung feststehen, gibt es den individuellen Aufbau des ISOBUS Block: Hardware, vorkonfiguriert für Ihre Maschine.

ISOBUS Steuerung selber bauen?

Die naheliegende Alternative zum Nachrüstsatz ist die eigene Relaisbox: Kippschalter in der Kabine, Relais am Anbaugerät, ein mehradriges Kabel dazwischen. Das funktioniert, und die Teile kosten weniger. Mit ISOBUS hat es aber nichts zu tun. Die Box spricht nicht mit dem Traktor.

Ein Relaismodul, das ISOBUS spricht, ändert drei Dinge:

  • Joystick-Tasten über AUX-N. Die Funktionen liegen auf den Tasten, die Sie ohnehin in der Hand haben, statt auf einem Schalterpanel am Fenster.
  • Benannte Kanäle auf dem Display. Auf dem Terminal steht UMSCHALT oder LICHT, nicht Schalter 3 von 8.
  • Ein Kabel. Das Anbaugerät hängt mit einem Stecker an der ISOBUS-Steckdose, statt mit einem eigenen Kabel durchs Heckfenster.

Die Verdrahtung am Anbaugerät bleibt in beiden Fällen dieselbe Arbeit. Die Kosten und wann sich der Eigenbau trotzdem lohnt, rechnet der Vergleich ISOBUS Block vs. selbstgebaute Relaisbox durch.

Was das ISOBUS Block NICHT ist

  • Kein Terminal. Es nutzt das Virtual Terminal, das schon in Ihrem Traktor sitzt. Ein Nachrüst-Terminal für einen Traktor ohne VT bekommen Sie von Anbietern wie Müller Elektronik, Topcon oder CCI.
  • Kein Traktor-Upgrade. Aus einem Traktor ohne ISOBUS macht es keinen ISOBUS-Traktor.
  • Kein Hydraulikersatz. Es schaltet Relais. Magnetventile, Schläuche, Steuerblöcke und Zylinder bleiben, wie sie sind.
  • Kein Task Controller. Keine Auftragsdokumentation, keine GPS-gesteuerte Teilbreitenschaltung. Teilbreiten schalten Sie über ein Relais von Hand, per Display oder Joystick-Taste.
  • Kein Abo. Sie kaufen das Modul einmal. Firmware-Updates spielen Sie über WLAN ein.

Das Modul schaltet acht elektrische Verbraucher am Anbaugerät, bedient über das Terminal Ihres Traktors.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein ISOBUS Nachrüstsatz mit Terminal?

Ein Satz aus Terminal, Kabelbaum und ISOBUS-Steckdose, der einen Traktor ohne ISOBUS ISOBUS-fähig macht. Er rüstet den Traktor nach, nicht das Anbaugerät, und wird meist von der Werkstatt eingebaut. Ein Anbaugerät ohne eigene ISOBUS-Elektronik braucht danach trotzdem noch ein Steuergerät oder ein Relaismodul, um auf dem Terminal zu erscheinen.

Kann man ISOBUS bei einem Fendt oder John Deere nachrüsten?

Am Anbaugerät ja, und zwar genauso wie bei jeder anderen Marke. Die ISOBUS-Steckdose ist nach ISO 11783-2 genormt und an Fendt, John Deere, CLAAS oder Case IH derselbe 9-polige Stecker. Hat der Traktor noch kein ISOBUS, fragen Sie beim Händler nach, ob es sich freischalten oder nachrüsten lässt.

Brauche ich einen neuen Monitor?

Nein. Das ISOBUS Block nutzt das Virtual Terminal, das schon in Ihrem Traktor verbaut ist. Ein zweiter Monitor ist nicht nötig und wird auch nicht mitgeliefert.

Funktioniert es mit meinem Traktor?

Wenn Ihr Traktor eine ISOBUS-Steckdose und ein Virtual Terminal hat, ja, unabhängig von der Marke. Ob er zusätzlich AUX-N kann, prüfen Sie mit dem Kompatibilitäts-Leitfaden. Ohne AUX-N schalten Sie über die Softkeys am Display.

Kann ich es selbst einbauen?

In den meisten Fällen ja. Sie schrauben das Modul ans Anbaugerät, verdrahten Ihre Verbraucher an den Relaisklemmen, ziehen ein Kabel zur ISOBUS-Steckdose und belegen die Tasten am Terminal. Planen Sie Zeit für den Stecker ein: Die Kontakte liegen lose bei, Sie crimpen sie selbst. Zur Tastenbelegung siehe die AUX-N Komplettanleitung.

Spielt die Traktormarke eine Rolle?

Für Anschluss und Grundfunktion nicht. Was sich unterscheidet, sind der Weg zum AUX-N-Belegungsmenü und die Zahl der frei belegbaren Tasten an Joystick und Armlehne.

Was kostet ISOBUS nachrüsten?

Das hängt davon ab, was fehlt. Hat der Traktor weder Steckdosen noch Terminal, kommen Grundausrüstung, Terminal und die Werkstattzeit für den Einbau zusammen. Hat er beides, geht es nur um das Anbaugerät: Bringt es ein eigenes Steuergerät mit, ist nichts nachzurüsten. Wenn nicht, braucht es ein Steuergerät oder ein Relaismodul. Den Preis des ISOBUS Block finden Sie auf der Produktseite.

Was kostet ein ISOBUS-Nachrüstsatz?

Kern ist das Modul, dazu wahlweise ein Steckerset für die Kabine oder für außen. Aktuelle Preise finden Sie auf der ISOBUS Block Produktseite. Dazu kommen Ihr eigenes Kabel, die Verdrahtung zu den Verbrauchern, ein witterungsgeschütztes Gehäuse bei Außenmontage und eine Crimpzange, falls Sie keine haben.

Verkaufen Sie ein ISOBUS-Terminal?

Nein. Das ISOBUS Block schickt seine Oberfläche an das Virtual Terminal Ihres Traktors, ob Variotronic, GreenStar oder CEBIS. Ein Nachrüst-Terminal für einen Traktor ohne VT ist ein anderes Produkt.

Kann man ISOBUS an einem Traktor nachrüsten, der keins hat?

In einigen Fällen ja, aber nicht mit dem ISOBUS Block. Ein Traktor ohne ISOBUS braucht mindestens ein Nachrüstterminal, oft auch eine zusätzliche Steckdose und Verkabelung durch die Kabine. Das ist Werkstattarbeit.

Brauche ich einen speziellen ISOBUS-Kabelbaum?

Nein. Sie bekommen den ISOBUS-Stecker mit losen Kontakten und crimpen ihn auf ein Kabel in der Länge, die Ihre Maschine verlangt. Für das Steckerset für außen braucht das Kabel 14 bis 18 mm Außendurchmesser, für das Kabinen-Set Adern mit 18-16 AWG.

Funktioniert es mit älteren Traktoren (vor 2010)?

Wenn der Traktor ISOBUS und ein Virtual Terminal hat, ja. Sitzt eine 9-polige ISOBUS-Steckdose am Heck und zeigt das Terminal ein ISOBUS-Menü, funktioniert das Modul. Fehlt das Terminal, brauchen Sie zuerst ein Nachrüst-Terminal.

Muss ich an der Hydraulik etwas ändern?

Nein. Das Modul schaltet die Ansteuerung der Magnetventile. Schläuche, Zylinder und Steuerblock bleiben, wie sie sind. Der Ablauf: Tastendruck, Relais schaltet, Magnetventil öffnet, Öl fließt, Zylinder bewegt sich.

Ist AUX-N Pflicht?

Nein. Ohne AUX-N schalten Sie die Kanäle über die Softkeys am Display, und das Modul funktioniert voll. Mit AUX-N kommen die Joystick- und Armlehnentasten dazu, die die meisten Fahrer für häufig genutzte Funktionen vorziehen.

Kann ich das Modul auf mehreren Anbaugeräten nutzen?

Ja. Entweder ein Modul pro Anbaugerät, oder Sie setzen ein Modul um. Namen, Symbole und Modi der Tasten speichert das Modul selbst. Die AUX-N-Zuweisung gehört zum Traktor und wird an jedem Traktor einmal angelegt.


Zwei reale Nachrüstungen:


ISOBUS an Ihrem Anbaugerät nachrüsten? ISOBUS Block ist ein 8-Kanal-Relaismodul: ein Kabel zur ISOBUS-Steckdose, acht Ausgänge für Magnetventile, Arbeitsscheinwerfer und mehr, geschaltet vom Terminal Ihres Traktors.

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