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ISOBUS-Bediengerät und AUX-N: Eingänge und Ausgänge

Zwei Arten von ISOBUS-Bediengeräten: Eingabegeräte, die Tasten bereitstellen, und Funktionsanbieter. Und was ein AUX-N-Relaismodul wirklich schaltet.

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Ein ISOBUS-Bediengerät ist eine Hälfte von AUX-N: entweder das Gerät, das die Tasten liefert, oder das Gerät, das die Funktionen liefert, die diese Tasten auslösen. Welche Hälfte gemeint ist, ändert, was Sie kaufen müssen. Dieser Beitrag trennt beide und zeigt, wo ein Ausgangsmodul für Hilfsfunktionen sitzt.

Die Hilfsfunktionssteuerung ist in ISO 11783-6 definiert, demselben Teil der Norm, der auch das Virtual Terminal abdeckt.

Was ein ISOBUS-Bediengerät ist

Drei Beteiligte sind jedes Mal im Spiel, wenn Sie eine Joystick-Taste drücken und sich am Anbaugerät etwas bewegt. Den ersten und den dritten liefert meist der Traktor, den zweiten das Anbaugerät oder das Modul.

RolleWas sie tutTypische Beispiele
Hilfs-EingabegerätVeröffentlicht seine physischen Bedienelemente als zuweisbare Eingänge am BusJoystick an der Traktorarmlehne, Tastenfeld an der Armlehne, Daumenrad, nachgerüstetes ISOBUS-Tastenfeld
Anbieter von HilfsfunktionenVeröffentlicht eine Liste benannter Funktionen, auf die ein Bedienelement gelegt werden kannAnbaugeräte-ECU, Relais-Ausgangsmodul
Virtual TerminalStellt den Zuordnungsbildschirm bereit und speichert die fertigen BelegungenDas Display in der Traktorkabine

Zwischen ihnen ist nichts fest verdrahtet. Der Joystick weiß nicht, was er steuern wird, und das Anbaugerät weiß nicht, auf welcher Taste es landet. Der Fahrer entscheidet das einmal auf dem Zuordnungsbildschirm, und der Traktor speichert die Belegung zusammen mit der eindeutigen Kennung dieses Anbaugeräts.

Genau darum geht es bei AUX-N. Derselbe Joystick-Trigger kann am Montag ein Gestänge klappen und am Dienstag ein Wegeventil öffnen, je nachdem, was angesteckt ist und was Sie belegt haben.

Hilfs-Eingabegeräte: woher die Tasten kommen

Wer nach einem ISOBUS-Bediengerät sucht, meint meist diese Hälfte: einen Joystick.

Die meisten modernen Traktoren sind selbst eines. Eine vollständige ISOBUS-Armlehne veröffentlicht ihre Joystick-Trigger, Wippschalter, Daumenräder und Pulttasten als AUX-N-Eingänge, und das eigene Display des Traktors listet sie auf, wenn Sie eine Belegung vornehmen. Traktoren ab etwa 2012 bis 2015 mit vollständiger ISOBUS-Armlehne unterstützen AUX-N. Ältere oder einfacher ausgestattete Maschinen bieten unter Umständen nur AUX-O oder gar keine Zuweisung von Hilfsfunktionen.

Sie können auch ein Eingabegerät ergänzen. Es gibt nachrüstbare ISOBUS-Joysticks und Tastenfelder, deren einzige Aufgabe darin besteht, zusätzliche Bedienelemente am Bus zu veröffentlichen, für Fahrer, denen die Armlehnentasten ausgegangen sind.

Eingänge gliedern sich in drei Familien: boolesch (eine Taste, ein oder aus), analog (ein Daumenrad, 0 bis 100 Prozent) und bidirektional (eine Joystick-Achse mit zwei entgegengesetzten Richtungen). Die Norm unterteilt diese weiter, rastend und tastend darunter, aber in der Kabine haben Sie es mit diesen dreien zu tun. Der Zuordnungsbildschirm bietet nur Eingänge an, deren Typ zur gewählten Funktion passt. Deshalb wird eine Joystick-Achse mit zwei Richtungen für eine Funktion mit zwei Richtungen angeboten und nicht für eine einfache Ein-/Aus-Funktion.

Hilfsfunktionen: was das Anbaugerät veröffentlicht

Die andere Hälfte ist der Funktionsanbieter. Eine Anbaugeräte-ECU, die von der Armlehne aus bedient werden soll, veröffentlicht eine Liste von AUX-N-Funktionen, wenn sie ihre Oberfläche auf das Virtual Terminal lädt. Jede Funktion trägt einen Namen, ein Symbol und einen Typ.

Diese Liste zeigt der Screenshot am Anfang dieses Beitrags: das Menü der zuweisbaren Funktionen im Traktor, mit den Funktionen, die ein ISOBUS Block veröffentlicht. Jede Zeile trägt Symbol und Namen, die der Fahrer gesetzt hat, daneben die Funktionsnummer des Terminals.

Das Anbaugerät hat nicht das letzte Wort darüber, auf welcher Taste es landet. Es kann über bevorzugte Zuweisungen das Layout vorschlagen, das es beim letzten Mal mit diesem Joystick genutzt hat, und manche Traktoren bieten beim Verbinden an, es zu übernehmen, aber die Wahl des Fahrers auf dem Zuordnungsbildschirm gewinnt. Die Schritt-für-Schritt-Prozedur zum Belegen, zum Löschen einer alten Belegung oder zur Klärung, warum eine Taste nichts tut, steht in der ISOBUS-AUX-N-Komplettanleitung. Wie das VT und der Object Pool darunter arbeiten, erklärt Virtual Terminal erklärt.

Wo ein Ausgangsmodul für Hilfsfunktionen hineinpasst

Der Begriff Ausgangsmodul für Hilfsfunktionen stammt nicht aus der Norm. So nennen Fahrer die Box am Ende der Kette: etwas, das einen ISOBUS-Befehl entgegennimmt und daraus einen geschalteten elektrischen Ausgang macht. In der Praxis heißt das ein Relaismodul.

Der ISOBUS Block ist genau das. Er meldet sich am Bus als eigenes Working Set an, lädt seine Oberfläche auf das Virtual Terminal des Traktors und veröffentlicht benannte AUX-N-Funktionen. Jede Tastenfunktion schaltet einen oder mehrere Relaiskanäle.

Das 8-Kanal-Modul veröffentlicht 18 AUX-N-Funktionen: 8 Tastenfunktionen, eine je Bildschirmtaste des Moduls, 8 Arm Auto-Funktionen, eine je AUTO-Kachel, STOP und eine Funktion für den schnellen Presetwechsel. Das 32-Kanal-Modul hat keine Digitaleingänge, also auch keine Arm Auto-Funktionen, und veröffentlicht 34: 32 Tastenfunktionen plus STOP und Presetwechsel. Die AUX-N-Komplettanleitung führt alle 18 namentlich auf.

Namen und Symbole statt Kanalnummern

Jede Taste am Modul hat einen Namen von bis zu 8 Zeichen und ein Symbol, beides vom Fahrer am Virtual Terminal unter dem Softkey EDIT gesetzt. Name und Symbol erscheinen an zwei Stellen gleichzeitig: auf der eigenen Seite des Moduls am Traktordisplay und im AUX-N-Zuordnungsmenü des Traktors.

Tasteneditor des ISOBUS Block am Virtual Terminal: NAME auf R REAR gesetzt, eine Symbolauswahl, CH1 unter OUTPUTS markiert und TOG als Modus gewählt

Sie benennen eine Taste also in DIVERTER um, wählen ein Ventilsymbol, und das ist die Kachel, die Sie in der Zuordnungsliste suchen. Terminals beschriften die Zeilen mit der reinen Funktionsnummer (Function: 30001 aufwärts im Screenshot oben), Name und Symbol auf der Kachel sind also das, wonach Sie tatsächlich navigieren. Sie legen DIVERTER auf einen Joystick-Trigger, nicht CH3. Auf einer Maschine mit acht über die Armlehne verteilten Funktionen ist das der Unterschied zwischen einem brauchbaren Layout und Raterei.

Zwei weitere Dinge werden auf demselben Bildschirm je Taste gesetzt. Erstens, welche Relaiskanäle sie schaltet: Eine Taste kann mehrere gleichzeitig schalten, ein Druck öffnet also ein Ventil und schaltet zugleich einen Arbeitsscheinwerfer ein. Zweitens, ob sie sich als TOG oder MOM verhält. All das geschieht am Terminal. Die WiFi-Oberfläche des Moduls ist für Diagnose, Ausgangstest und Firmware da und kann nichts zuweisen und nichts umbenennen.

Was Sie an einen Relaiskanal hängen

Ein Relaiskanal ist ein potentialfreier Kontaktsatz mit den Klemmen NO, COM und NC, ausgelegt auf 10 A bei 250 V AC oder 30 V DC. Was Sie daran hängen, ist Ihre Sache:

  • Die Magnetspule eines Wegeventils, um einem Frontlader eine dritte Funktion zu geben.
  • Arbeitsscheinwerfer und Rundumleuchten. Das ist die einfachste erste Installation und die, mit der die meisten anfangen.
  • Die Magnetventile der Teilbreiten an einem Spritzgestänge, das Sie von Hand schalten wollen.
  • Die Verbraucher, die heute am Kippschalterpult an Ihrer Kabinensäule hängen. Sie zu verlegen ist genau das, worauf das Ersetzen einer Schaltbox durch Armlehnentasten hinausläuft.
  • Jeden anderen 12-V- oder 24-V-Verbraucher, verdrahtet wie jedes andere Gerät.

Was es nicht tut

Ein Ausgangsmodul für Hilfsfunktionen ist ein Schalter, keine Steuerung. Wissenswert, bevor Sie eines bestellen:

  • Es schaltet Relais, kein Öl. Die Kette lautet: Tastendruck, Relais schließt, Magnetventil öffnet, Öl fließt. Schläuche und Ventile bleiben genau so, wie sie sind.
  • Es liest keine Joystick-Achse proportional aus. Die Kanalfunktionen sind boolesch, ein Relais ist also entweder geschlossen oder offen. Es gibt nichts zu modulieren.
  • Es ist kein Task-Controller-Client. Es spricht VT und AUX-N. Kein TC-BAS, kein TC-GEO, keine Teilbreitenschaltung aus einer Auftragsdatei. Es tut das, was der Fahrer über die Taste vorgibt, und zwar dann, wenn er sie drückt.
  • Das Modul selbst ist IP20. ABS-Gehäuse für die Hutschiene, für den Innenraum, die Kabine oder den Schaltschrank. Draußen braucht es ein wetterfestes Gehäuse, das Sie beistellen.
  • AUTO wird scharfgeschaltet, es läuft nicht von selbst. Die Digitaleingänge des 8-Kanal-Moduls können Ausgänge über einen Sensor schalten, aber der Fahrer schaltet jede Kachel bewusst scharf, und sobald er ein Bedienelement betätigt, das dieselben Ausgänge nutzt, fällt die Kachel zurück auf Handbetrieb. Es ist keine Sicherheitsfunktion und kein Ersatz für einen mechanischen Endanschlag.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein ISOBUS-Bediengerät?

Es ist ein Gerät, das an AUX-N teilnimmt, der Hilfsfunktionssteuerung nach ISO 11783-6. Es gibt zwei Arten. Ein Eingabegerät veröffentlicht physische Bedienelemente (Joystick-Trigger, Armlehnentasten, Daumenräder) am Bus. Ein Funktionsanbieter, normalerweise eine Anbaugeräte-ECU, veröffentlicht benannte Funktionen, auf die diese Bedienelemente gelegt werden können. Die meisten, die den Begriff verwenden, meinen die erste Art: einen Joystick.

Was ist ein Ausgangsmodul für Hilfsfunktionen?

Ein Ausgangsmodul für Hilfsfunktionen ist eine Box, die ISOBUS-Befehle in geschaltete elektrische Ausgänge umsetzt, in der Praxis also ein Relaismodul. Der Begriff stammt nicht aus der Norm und hat deshalb keine feste Definition. Wenn Sie eines suchen, wollen Sie ein Modul, das AUX-N-Funktionen veröffentlicht und Relaiskanäle schaltet, sodass eine Joystick-Taste ein Magnetventil, einen Arbeitsscheinwerfer oder eine Rundumleuchte schaltet.

Brauche ich einen speziellen Joystick für AUX-N?

Meistens nicht. Hat Ihr Traktor eine vollständige ISOBUS-Armlehne aus dem letzten Jahrzehnt, veröffentlicht er seine eigenen Tasten bereits als AUX-N-Eingänge, und es ist keine zusätzliche Hardware nötig. Nachrüstbare ISOBUS-Tastenfelder gibt es für Fahrer, denen die Armlehnentasten ausgegangen sind. Einen Traktor ohne AUX-N-Unterstützung retten sie nicht: Die Zuordnung geschieht am Virtual Terminal, diese Maschine braucht also zusätzlich ein Nachrüstterminal. Prüfen Sie die Ausstattung Ihres Traktors, bevor Sie etwas kaufen.

Ist ein ISOBUS-Relaismodul dasselbe wie ein Ausgangsmodul für Hilfsfunktionen?

Im Sprachgebrauch ja. Ein Relaismodul, das AUX-N-Funktionen veröffentlicht, ist das, was mit Ausgangsmodul für Hilfsfunktionen gemeint ist: ISOBUS hinein, geschaltete Ausgänge heraus. Der ISOBUS Block veröffentlicht in der 8-Kanal-Version 18 AUX-N-Funktionen und schaltet bis zu 10 A pro Kanal.

Kann eine Taste mehr als einen Ausgang steuern?

Ja. Beim ISOBUS Block wird jede Taste am Virtual Terminal mit der Liste der Relaiskanäle eingerichtet, die sie schaltet, eine Taste kann also mehrere Kanäle gemeinsam schalten. Ein Druck, eine AUX-N-Belegung, mehrere Ausgänge. Auf demselben Terminalbildschirm stellen Sie diese Taste auch auf TOG oder MOM, und sie verhält sich gleich, ob am Display gedrückt oder an der belegten Armlehnentaste.

Was kostet ein ISOBUS-Ausgangsmodul für Hilfsfunktionen?

Der ISOBUS Block kostet 980 € netto für das 8-Kanal-Modul, das Hutschienengerät ohne Zubehör. Steckersets sind optionale Ergänzungen im Bestellvorgang. Die Leitungen zu den Verbrauchern stellen Sie selbst, für die Montage im Freien auch das Gehäuse.


Sie brauchen ein ISOBUS-Ausgangsmodul zum Schalten von Magnetventilen, Arbeitsscheinwerfern oder Wegeventilen? ISOBUS Block ist ein 8-Kanal-Relaismodul (10 A pro Kanal), das 18 AUX-N-Funktionen veröffentlicht. Name und Symbol jeder Taste setzen Sie selbst, gesteuert wird vom Virtual Terminal und den Armlehnentasten Ihres Traktors.

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