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ISOBUS-Teilbreitenschaltung erklärt: TC-SC und Relais

Was eine ISOBUS-Teilbreitenschaltung braucht: TC-SC, Task Controller, GPS und ein passendes Anbaugerät. Und was ein Relaismodul an der Spritze schaltet.

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Überlappung kostet bei jeder Wende am Vorgewende Geld. Doppelt gespritzt, doppelt gesät, doppelt gestreut: Die doppelte Gabe zeigt sich im Bestand und auf der Rechnung. Die ISOBUS-Teilbreitenschaltung ist die Standardantwort darauf. Die Teilbreiten des Anbaugeräts schalten sich selbst ab, sobald sie auf bereits bearbeitete Fläche laufen, und wieder ein, sobald sauberer Boden kommt.

Der ISOBUS Block macht keine automatische Teilbreitenschaltung. Er hat keinen GPS-Eingang und nimmt keine TC-SC-Befehle entgegen. Er legt jedes Teilbreitenventil auf einen Relaiskanal und lässt Sie es vom Traktordisplay oder von einer Armlehnentaste aus schalten. An einer alten gezogenen Spritze mit vier Teilbreitenventilen ist damit oft die ganze Arbeit erledigt. An einem breiten Gestänge über unregelmäßigen Schlägen nicht.

Was die Teilbreitenschaltung wirklich schaltet

Teilbreitenschaltung heißt: Teile eines Anbaugeräts ein- und ausschalten, je nachdem, wo die Maschine im Schlag steht. Im Prospekt steht dafür oft der englische Begriff Section Control. Was als Teilbreite zählt, hängt von der Maschine ab:

  • Feldspritze: eine Düsengruppe am Gestänge.
  • Sämaschine oder Einzelkornsägerät: eine Reihe oder eine Reihengruppe.
  • Düngerstreuer: eine Seite des Streubilds oder ein Segment davon.

Der Task Controller vergleicht die aktuelle Position der Maschine mit der bereits bearbeiteten Fläche und mit der Schlaggrenze und schaltet jede Teilbreite ab, die ein zweites Mal ausbringen würde. Bei der Einfahrt ins Vorgewende fallen die Teilbreiten nacheinander weg, sobald sie die Linie überqueren. Zurück im stehenden Bestand schalten sie wieder ein.

Dahinter steckt der Task Controller nach ISO 11783-10. Die AEF bezeichnet diese Funktionalität als TC-SC und führt sie je zertifiziertem Produkt neben TC-BAS und TC-GEO auf.

TC-BAS, TC-GEO und TC-SC: wie die Stufen zusammenhängen

Drei Task-Controller-Funktionalitäten tauchen auf Datenblättern und in der AEF-Datenbank auf. Sie erledigen unterschiedliche Aufgaben.

FunktionalitätWas sie machtWas dabei herauskommt
TC-BASTask Controller Basis. Zeichnet die Summen eines Auftrags auf: bearbeitete Fläche, ausgebrachte Menge, Zeit.Dokumentation
TC-GEOPositionsbasierte Steuerung. Nimmt die Position der Maschine dazu, sodass Arbeit ortsbezogen aufgezeichnet und vorgegeben wird: Applikationskarten und variable Ausbringmenge hinein, Ist-Karten heraus.Karten hinein und heraus
TC-SCTeilbreitenschaltung. Schaltet Teilbreiten anhand der Position ein und aus.Automatische Überlappungskontrolle

In der Praxis ist TC-BAS die Basis. TC-GEO und TC-SC setzen auf derselben Gerätebeschreibung und denselben Prozessdaten auf, die TC-BAS nutzt. Ein Produkt, das für eine der beiden zertifiziert ist, trägt deshalb normalerweise auch TC-BAS. Getrennte Erweiterungen sind es trotzdem: TC-SC braucht kein TC-GEO, und TC-GEO allein bringt Ihnen keine Teilbreitenschaltung. Für die Kaufentscheidung zählt vor allem, dass beide Seiten dieselbe Funktionalität beherrschen müssen. Ein für TC-SC zertifizierter Traktor an einem Anbaugerät, das nur TC-BAS spricht, liefert Ihnen abends Summen, aber tagsüber kein automatisches Schalten.

Was eine ISOBUS-Teilbreitenschaltung braucht

Drei Teile müssen vorhanden sein, bei manchen Marken ein viertes. Fehlt eines der ersten drei, gibt es keine Teilbreitenschaltung, so gut der Rest auch sein mag.

  1. Ein Task Controller. Normalerweise im Terminal des Traktors eingebaut. Er kann auch eine separate TC-Box sein oder in einem Nachrüstterminal stecken. Er entscheidet, welche Teilbreite wann abschaltet.
  2. Ein GPS-Empfänger. Seine Position muss beim Task Controller ankommen, entweder über den Bus oder aus einem im Terminal verbauten Empfänger. Die Korrekturqualität zählt: Je ruhiger die Position, desto sauberer die Abschaltlinie an der Grenze.
  3. Ein Anbaugerät, das TC-SC spricht. Die ECU des Anbaugeräts muss ihre Teilbreitengeometrie veröffentlichen (wie viele Teilbreiten, wie breit jede einzelne ist und wo sie relativ zum Bezugspunkt der Maschine sitzt) und Ein-/Aus-Befehle über den Bus annehmen. Eine Spritze mit einfachen handgeschalteten Teilbreitenventilen veröffentlicht nichts und hört nichts.
  4. Eine Freischaltung, sofern das Terminal eine verlangt. Auf manchen Terminals ist die Teilbreitenschaltung eine kostenpflichtige Aktivierung statt einer Serienfunktion, aufgespielt vom Händler oder über das Lizenzportal der Marke.

Prüfen Sie beide Seiten, bevor Sie irgendetwas kaufen. Die AEF-Datenbank unter aef-online.org listet die ISOBUS-Funktionalitäten je zertifiziertem Produkt auf, sodass Sie Ihren Traktor und Ihr Anbaugerät nachschlagen und sehen können, ob bei beiden TC-SC steht. Gelistet sind nur zertifizierte Produkte, eine in der Datenbank fehlende Maschine ist deshalb nicht automatisch eine Maschine ohne die Funktionalität. Schauen Sie zusätzlich ins Handbuch. Der ISOBUS-Kompatibilitätsleitfaden geht diese Recherche durch und erklärt, was die Einträge bedeuten.

Ist das Anbaugerät das fehlende Teil, ist die Lösung eine Anbaugeräte-ECU mit TC-SC-Client, nicht ein weiteres Terminal. Das ist eine andere Produktkategorie als ein Relaismodul, und der ISOBUS-Gateway-Leitfaden beschreibt, wo solche Boxen am Bus sitzen.

Wo der ISOBUS Block hineinpasst

Nichts im Modul weiß, wo die Maschine im Schlag steht. Das Modul ist kein Task-Controller-Client, es empfängt keine TC-SC-Befehle und hat keinen GPS-Eingang.

Was es kann, ist schalten. Jedes Teilbreitenventil bekommt einen Relaiskanal, CH1 bis CH8 beim 8-Kanal-Modul, und jeder Kanal bekommt ein Bedienelement: eine Taste auf dem Virtual Terminal des Traktors, eine AUX-N-Belegung auf einem Joystick-Trigger oder einem Armlehnenschalter, oder beides. Der Fahrer entscheidet, wann eine Teilbreite abschaltet.

Damit ist die Teilbreitenarbeit abgedeckt, die ein Fahrer ohnehin von Hand macht. Die äußeren Teilbreiten vor dem Vorgewende abschalten. Eine Teilbreite über einem Graben oder einem Tümpel wegnehmen. Eine halbe Arbeitsbreite auf einer Keilfläche fahren. Die Verdrahtung folgt demselben Muster wie beim Verlegen der Gestängesteuerung einer Spritze auf AUX-N-Tasten: Das Relais schaltet die Magnetspule, und Ventile, Schläuche und Leitungen bleiben so, wie der Maschinenhersteller sie gebaut hat. Die Einrichtung läuft wie bei jedem anderen Ausgang. EDIT drücken, die Taste benennen, ihr Symbol wählen, den zu schaltenden Kanal festlegen, TOG oder MOM setzen, danach im AUX-N-Menü des Traktors zuweisen.

Sensorgeführt ist nicht kartengeführt

Das 8-Kanal-Modul hat Digitaleingänge, und die werden leicht mit Teilbreitenschaltung verwechselt. Ein Sensor an einem Digitaleingang kann über das AUTO-Feature einen Kanal schalten: diesen Eingang auf FOLLOW stellen, die Kachel vom Display oder von einer AUX-N-Taste scharfschalten, und der Kanal folgt dem Sensor, solange die Kachel scharf bleibt. Ein Druckschalter, ein Schwimmerschalter, ein Näherungssensor am Klapprahmen.

Das ist sensorgeführt, nicht positionsgeführt. Es gibt darin keine Karte, keine Schlaggrenze und kein GPS, also ist es keine Teilbreitenschaltung und darf auch nicht so genannt werden. Die Handbedienung gewinnt immer: Sobald Sie ein Bedienelement betätigen, das dieselben Ausgänge nutzt, wird die Kachel wieder entschärft, und die Automatik läuft nicht von selbst wieder an. Das 32-Kanal-Modul hat keine Digitaleingänge, diesen Weg gibt es also nur beim 8-Kanal-Modul.

Welche Lösung brauchen Sie?

Kartengeführtes TC-SCHandschaltung am Relaismodul
Was eine Teilbreite schaltetDer Task Controller, anhand der GPS-PositionDer Fahrer, über eine Display- oder Armlehnentaste
Braucht einen GPS-EmpfängerJaNein
Braucht eine Anbaugeräte-ECU mit TC-SCJaNein
Beherrscht Keilflächen und unregelmäßige VorgewendeJa, genau dafür ist es daNur so gut, wie Sie es vom Sitz aus beurteilen
Liefert Ist-DokumentationJa, sofern die Anlage auch TC-BAS oder TC-GEO trägtNein
Was Sie kaufenTerminal, Empfänger, Anbaugeräte-ECU, wo nötig eine FreischaltungEin Modul, verdrahtet mit den Ventilen, die ohnehin an der Maschine sind

Nehmen Sie TC-SC, wenn Überlappung Sie wirklich Geld kostet: teures Betriebsmittel, breites Gestänge, unregelmäßige Schläge, lange Tage, an denen die Aufmerksamkeit nachlässt. An einer großen Selbstfahrspritze mit hochwertiger Chemie rechnet sich die automatische Abschaltung.

Nehmen Sie die Handschaltung, wenn die Maschine älter ist, wenige Teilbreiten hat und eine TC-SC-Nachrüstung mehr kostet, als das Anbaugerät wert ist. Eine gezogene Spritze mit vier Teilbreitenventilen und ohne ECU ist der klare Fall: vier Relaiskanäle, vier Armlehnentasten, und der Fahrer schaltet die äußeren am Vorgewende ab wie immer, nur ohne das nachgerüstete Schalterpult an der Kabinenwand. An TC-SC kommt das auf einem keilförmigen Schlag nicht heran. Der ISOBUS-Nachrüst-Leitfaden beschreibt das größere Verdrahtungsbild für diese Arbeit.

Beides an derselben Maschine geht auch. Die ECU des Anbaugeräts macht weiter das Spritzen und die Teilbreitenschaltung, und das Relaismodul schaltet die Dinge, für die niemand eine ECU gebaut hat: Arbeitsscheinwerfer, ein Wegeventil, ein Ventil für die Behälterspülung, eine Rundumleuchte. Jedes Gerät belegt seine eigene Adresse und erscheint als eigenes Working Set, und Sie wechseln am Terminal zwischen ihnen, wie es die ISOBUS-Terminal-Lösungen beschreiben.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ISOBUS-Teilbreitenschaltung?

Die ISOBUS-Teilbreitenschaltung schaltet Teilbreiten eines Anbaugeräts automatisch anhand der GPS-Position ein und aus, damit die Maschine auf bereits bearbeiteter Fläche nicht ein zweites Mal ausbringt. Die AEF nennt die Funktionalität TC-SC (Task Controller Section Control), der zugrunde liegende Task Controller ist in ISO 11783-10 definiert. Der Task Controller des Traktors liest Position und Bearbeitungsstand und sendet Ein-/Aus-Befehle über den Bus an ein Anbaugerät, das TC-SC unterstützt.

Kann ein ISOBUS-Relaismodul automatisch Teilbreiten schalten?

Nein. Ein Relaismodul wie der ISOBUS Block ist kein Task-Controller-Client, empfängt keine TC-SC-Befehle und hat keinen GPS-Eingang, kann Teilbreiten also nicht anhand der Position schalten. Es legt jedes Teilbreitenventil auf einen Relaiskanal, und der Fahrer schaltet den Kanal über eine Taste am Traktordisplay oder über eine AUX-N-Taste an der Armlehne. Das ist manuelles Teilbreitenschalten, keine automatische Teilbreitenschaltung.

Was brauche ich für eine ISOBUS-Teilbreitenschaltung an meiner Feldspritze?

Drei Teile, bei manchen Marken ein viertes: ein Task Controller (meist im Terminal des Traktors), ein GPS-Empfänger, der ihn versorgt, eine Spritze, deren ECU TC-SC unterstützt und ihre Teilbreitengeometrie veröffentlicht, und auf manchen Terminals eine Freischaltung. Schlagen Sie Traktor und Spritze in der AEF-Datenbank unter aef-online.org nach und prüfen Sie, ob bei beiden TC-SC steht. Hat die Spritze einfache Teilbreitenventile und keine ECU, ist das der Punkt, der zuerst gelöst werden muss.

Was ist der Unterschied zwischen TC-BAS, TC-GEO und TC-SC?

TC-BAS zeichnet Auftragssummen auf, etwa bearbeitete Fläche und ausgebrachte Menge. TC-GEO nimmt die Position dazu, sodass Arbeit ortsbezogen dokumentiert und vorgegeben wird, was die variable Ausbringmenge nach Applikationskarte braucht. TC-SC ist die Stufe, die Teilbreiten tatsächlich anhand der Position ein- und ausschaltet. Eine Maschine kann Dokumentation ohne Teilbreitenschaltung haben, prüfen Sie also die einzelne Funktionalität, statt anzunehmen, dass der Begriff Task Controller alle drei abdeckt.

Kann ich Teilbreiten stattdessen über meine Armlehnentasten schalten?

Ja, mit einem Relaismodul. Verdrahten Sie das Magnetventil jeder Teilbreite auf einen eigenen Relaiskanal und weisen Sie dann jeden Kanal über das AUX-N-Menü des Traktors einer Joystick- oder Armlehnentaste zu. Die Teilbreiten schalten dann über Bedienelemente, die Sie ohnehin haben, von Hand während der Fahrt. Das deckt die Abschaltung am Vorgewende und das Aussparen einer Nassstelle ab, zeichnet aber keine Grenze und liest keine Karte, fängt die Überlappung auf einer Keilfläche also nicht so ab wie TC-SC.

Lohnt sich eine ISOBUS-Teilbreitenschaltung an einer älteren Feldspritze?

Oft nicht. Eine vollständige ISOBUS-Teilbreitenschaltung bedeutet einen Task Controller, einen GPS-Empfänger, eine Anbaugeräte-ECU, die die Teilbreitengeometrie veröffentlicht, und auf manchen Terminals eine Freischaltung. An einer gezogenen Spritze mit vier Teilbreitenventilen summiert sich das auf mehr, als die Maschine wert ist. Vier Relaiskanäle und vier Armlehnentasten bringen Ihnen die Abschaltung am Vorgewende und das Aussparen einer Nassstelle zum Preis eines Moduls plus Verdrahtung. Der Haken dabei: Sie beurteilen die Grenze vom Sitz aus statt von der Karte, die Überlappung auf Keilflächen bleibt also bei Ihnen.


Sie brauchen ein ISOBUS-Relaismodul, um Teilbreitenventile, Arbeitsscheinwerfer oder Hydraulik-Magnetventile vom Traktordisplay aus zu schalten? ISOBUS Block ist ein 8-Kanal-Modul mit 10 A pro Kanal, gesteuert vom Virtual Terminal und den AUX-N-Tasten Ihres Traktors. Geschaltet wird von Hand: Der Fahrer entscheidet, nicht die Applikationskarte.

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